Wasserbetten sind seit Jahr und Tag ein Thema, über das heftig diskutiert wird. Auf der einen Seite stehen die weit verbreiteten Annahmen, wie die, dass Wasserbetten sehr hygienisch sind und der Rückengesundheit gut tun. Auf der anderen Seite stehen die vielen unbeantworteten Fragen, wie die Frage nach der Stabilität des Wasserbetts und wie schnell man darin seekrank wird. Viele Behauptungen und allgemeine Annahmen rund um das Wasserbett sind einfach falsch. Doch diese Mythen haben sich über Jahre hinweg in die Meinung der Menschen eingebrannt. Grund genug, an dieser Stelle mit den fehlerhaften Aussagen einmal aufzuräumen und die tatsächlichen Grundlagen des Wasserbetts einmal näher zu betrachten.
Behauptung 1: Wasserbetten machen seekrankDas ist tatsächlich ein reiner Mythos. Vielleicht haben die allerersten Wasserbetten, die bereits vor über 3.000 Jahren in ihren Ursprüngen bestanden, die Menschen seekrank gemacht, heute ist das nicht mehr so. Und auch damals war es nur aufgrund fehlender Technik und Innovationen so. Denn zu jener Zeit wurden Tierhäute mit Wasser gefüllt, die sich am Tage aufwärmten und in der Nacht als weiche Schlafunterlage dienten.
Heute ist dem natürlich nicht mehr so, denn die Hersteller der Wasserbetten feilen immer weiter an Verbesserungen des Wasserbetts. Sie haben mittlerweile verschiedene Dämpfungen, auch bekannt als Beruhigungen, im Programm. Diese sorgen dafür, dass die Nachschwingzeit des Wassers im Wasserbett deutlich verkürzt wird, teilweise ist eine vermeintliche Wellenbewegung nicht einmal mehr eine Sekunde lang spürbar.
Behauptung 2: Wasserbetten gehen leicht kaputtEbenfalls wird oftmals behauptet, dass Wasserbetten die absolut falsche Wahl sind, wenn Kinder und Haustiere mit im Haushalt leben. Das Hüpfen auf den Betten, sowie das Kratzen mit scharfen Krallen würden sofort zu einem Loch im Wasserbett führen, so lautet die allgemein gültige Meinung. Dem ist nicht so. Auch hier handelt es sich um einen Mythos, der leicht widerlegt werden kann.
Zum Einen werden die Wasserkerne, in denen sich das Wasser befindet, aus hochwertigem, strapazierfähigem Vinyl hergestellt. Zum Anderen sind sie geschützt durch eine Auflage, so dass selbst tierische Krallen nicht so leicht daran gelangen.
Behauptung 3: Wasserbetten führen zum WasserschadenAuch wird gerne behauptet, dass Wasserbetten, da sie ja so leicht kaputt gehen, schnell einen immensen Wasserschaden verursachen. Hier handelt es sich ebenfalls um einen Mythos. Richtig ist, dass gut und gerne 500 und mehr Liter Wasser in einem solchen Bett sein können. Doch kleine Löcher führen nicht zu heraus spritzenden Fontänen, wie oftmals angenommen.
Selbst wenn sich ein Loch am unteren Rand des Wasserkerns befindet, führt dieses nicht zwangsläufig zum Wasserschaden. Jedes moderne Wasserbett verfügt nämlich über eine Sicherheitswanne und in dieser sammelt sich das Wasser zunächst. Jedoch sollten Löcher und Co. schnellstmöglich gestopft werden, wofür spezielles Flickzeug zur Verfügung steht, um weiter austretendes Wasser zu vermeiden.
Behauptung 4: Wasserbetten sind zu schwerOftmals wird behauptet, dass Wasserbetten durch die starke Füllung mit Wasser so schwer sind, dass sie die Statik eines Hauses in Mitleidenschaft ziehen können. Das gilt aber nur für sehr alte Häuser. Ab der Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhunderts ist die Statik in den Häusern bereits so ausgelegt, dass Wasserbetten ihr nichts anhaben können. Im Zweifel bleibt immer noch der Gang zu einem Statiker, der genauere Auskünfte erteilen kann.
Behauptung 5: Wasserbetten fördern einen gesunden SchlafDiese Behauptung hat sicher jeder schon einmal gehört und sie ist auch kein Mythos, sondern entspricht der Wahrheit. Wasserbetten können sich dank dem beinhalteten Wasser dem Körper des Schläfers optimal anpassen. Dadurch werden Druckstellen vermieden. Außerdem dreht man sich im Wasserbett nicht so häufig um, so dass der Schlaf ruhiger wird.
Die Wirbelsäule wird entlastet und der Schlaf ist insgesamt erholsamer. Auch Rückenprobleme können mit Wasserbetten gelindert werden, sie stellen aber keinesfalls einen Ersatz für eine gute Rückenschule dar.