Der Lattenrost entscheidet darüber, wie bequem man im Bett liegen kann. Es kann die allerbeste Matratze auf  dem Lattenrost platziert werden, taugt dieser nichts, ist der Schlafkomfort nicht gegeben. Umso wichtiger ist es also, sich schon beim Kauf des Lattenrostes zu fragen, welche Punkte hierbei zu beachten sind. Denn nur qualitativ hochwertige Lattenroste ermöglichen den gesunden und erholsamen Schlaf.

Unterschieden wird beim Lattenrost in verschiedene Varianten, die vom sehr einfachen Modell über gut transportierbare Varianten bis hin zur Luxusklasse mit eingebautem Motor reichen. Welcher Lattenrost der Richtige ist, kann dabei aber nicht pauschal gesagt werden. Denn generell ist es so, dass die Matratze und der Lattenrost gemeinsam harmonieren müssen, um den bestmöglichen Schlafkomfort gewährleisten zu können.

Die Standardlattenroste zum kleinen Preis

Unterscheidet man jetzt die unterschiedlichen Typen der Lattenroste finden sich im niedrigsten Preissegment die Standardlattenroste. Ihr großer Vorteil ist der günstige Preis. Sie sind leicht gebogen und federn etwas nach, allerdings nicht ausreichend, um einen wirklichen Schlafkomfort erzielen zu können. Insgesamt sind diese Standardlattenroste oft nicht flexibel genug, damit sich die auf ihnen liegende Matratze dem menschlichen Körper ausreichend anpassen kann.

Ein weiteres Problem bei sehr einfachen Lattenrosten ist die Anzahl der Latten. Sehr günstige Modelle sind gerade einmal mit 20 Latten ausgestattet. Diese geringe Belattung sorgt zwar für eine äußerst gute Belüftung der Matratze von unten, was als positiv anzusehen ist, allerdings liegt es sich darauf wenig bequem. Experten empfehlen deshalb, Standardlattenroste nur zu kaufen, wenn diese mindestens 25 Latten beinhalten.

Anpassbare Lattenroste bieten Komfort

Wer Wert auf hohen Schlafkomfort legt, der sollte auf einen anpassbaren Lattenrost setzen. Dieser ist preislich natürlich deutlich höher angesiedelt, verspricht aber auch mehr Bequemlichkeit im heimischen Bett. Bei anpassbaren Lattenrosten sind einige Stellen mit Doppelleisten versehen. Sie wiederum sind mit Spannern ausgestattet, die sich verschieben lassen. Dadurch gelingt es, den Härtegrad den individuellen Bedürfnissen anzupassen. Dabei werden die Schieberegler so eingestellt, dass nur eine der beiden Latten oder auch beide die Last tragen sollen. Je nach Einstellung gibt die Unterlage somit an den entsprechenden Zonen mehr oder auch weniger nach.

In den Bereich der anpassbaren Lattenroste zählt auch der bewegliche Lattenrost. Er ist noch etwas höher im Preis angesiedelt, agiert aber auch sehr viel bequemer. Meist sind diese beweglichen Lattenroste in vier bis fünf Zonen unterteilt. Einige dieser Zonen lassen sich in der Höhe verstellen, teilweise sogar richtiggehend aufrichten. Das hat den Vorteil, dass man halb sitzend im Bett am Abend noch lesen oder die Beine etwas höher legen kann. Die beweglichen Lattenroste sind meist in zwei Preisklassen erhältlich. Bei der einfacheren Variante wird die Höhe manuell verstellt, bei den höherpreisigen Modellen können die Zonen mittels eines Motors verstellt werden.

Es gibt bei beweglichen Lattenrosten jedoch einige Besonderheiten: So sollte vor dem Kauf ein Probeliegen stattfinden, um herauszufinden, ob die einzelnen Zonen auch dem eigenen Körpergefühl entgegen kommen. Weiterhin ist darauf zu achten, dass bewegliche Lattenroste nur dann Sinn machen, wenn gleichermaßen eine Matratze verwendet wird, die diese Bewegungen mit macht. Die klassische Federkernmatratze beispielsweise kann sich den veränderten Formen in aller Regel nicht anpassen.

Der Rollrost: besonders leicht zu transportieren

Ein Klassiker unter den Lattenrosten ist der Rollrost. Er ist besonders gut für den Transport geeignet, da die einzelnen Latten über eine Schnur, die mit Abstandshaltern versehen ist, miteinander verbunden sind. Dadurch lässt sich der Rollrost, wie der Name schon sagt, bequem zusammen rollen. So kann er platzsparend verstaut werden und bietet eine gute Unterlage für Gäste, sofern einmal kein komplettes Bett vorhanden ist. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollte man sich allerdings möglichst selten auf einen Rollrost legen. Denn in der Regel ist dieser so konzipiert, dass die Latten nicht nachgeben und sich die Matratze somit auch nicht dem Körper anpassen kann. Langfristig wird das ziemlich unbequem.

Verwendete Materialien bei Lattenrosten

Lattenroste können aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein. Die Einstellungen werden meist mit Kunststoff-Reglern vorgenommen. Aber auch die Latten selbst können aus Kunststoff bestehen, wenngleich diese Variante selten zu finden ist. Die meisten Lattenroste sind aus Holz angefertigt, was auch Sinn macht.

Beim Kauf sollte auf die Latten besonders geachtet werden. Sie bestehen in der Regel aus miteinander verleimten Schichten. Außerdem gibt es unterschiedliche Anzahlen an Furnierlagen. Diese Anzahl ist entscheidend, wenn es um einen guten Lattenrost geht. Mindestens fünf Furnierlagen sollten vorhanden sein, damit ein gesunder Schlaf möglich wird. Schwerere Menschen sollten auf sieben bis zehn Furnierlagen achten.

Die Auswahl eines geeigneten Lattenrostes hängt also von vielen Faktoren ab. Nur wer die grundlegenden Merkmale und Eigenschaften genau betrachtet, kann somit den für sich am besten passenden Lattenrost finden, mit dem er einen gesunden Schlaf erreichen kann.