Entscheidend für die Qualität eines Wasserbetts ist der Wasserkern oder die Wassermatratze. Mit dem Wasserkern steht und fällt der Schlafkomfort im Wasserbett. Hierbei gibt es einige Dinge zu berücksichtigen, wenn man sich für den richtigen Wasserkern und damit einen langfristig erholsamen Schlaf entscheiden möchte. Was die wichtigsten Kriterien für einen qualitativ hochwertigen Wasserkern sind, wollen wir an dieser Stelle kurz vorstellen.

Die Schweißnähte sind wichtig

Heute bestehen alle Wasserkerne aus einem hochwertigen Vinyl. Es gibt zwar sehr wenige Ausnahmen, doch diese sind von der Qualität her nicht so gut geeignet und sollten deshalb beim Kauf von vornherein ausgeschlossen werden. Vinyl hat sich aufgrund seiner hohen Belastbarkeit und Robustheit als optimales Material für den Wasserkern herausgestellt. Es kann selbst den nicht immer ganz sanften Bewegungen der Kids oder den Krallen der Haustiere problemlos widerstehen. Bei der Wahl der Wassermatratze ist es besonders wichtig, darauf zu achten, wie das Vinyl verarbeitet wurde. Bei einigen wenigen Herstellern werden dem Vinyl noch diverse Stoffe beigemischt, die unter Umständen gefährlich für die Gesundheit sein können. Auf diese sollte deshalb unbedingt verzichtet werden.

Damit das Material Vinyl in die richtige Form gebracht werden kann, muss es verschweißt werden. Auch das Verschließen des Wasserkerns erfolgt über solche Schweißnähte. Hier sollte darauf geachtet werden, dass an der Wassermatratze möglichst wenige Schweißnähte vorhanden sind. Denn diese stellen immer ein gewisses Restrisiko für Bruchstellen und damit für austretendes Wasser dar. Dadurch steigt also die Gefahr einer Beschädigung des Wasserkerns, wenn unnötig viele Schweißnähte vorhanden sind. Moderne Wassermatratzen sind aber von Haus aus mit sehr wenigen Schweißnähten versehen und die Belastbarkeit des Vinyls lässt den Gedanken an eine Bruchstelle im Wasserkern eher in den Hintergrund verschwinden.

Systeme für den Wasserkern

Ebenfalls von Bedeutung sind die verschiedenen Systeme, die für den Wasserkern zur Verfügung stehen. Hierbei unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem vollvolumigen Wasserkern und den Schlauchsystemen. Letztere sind schon seit langem auf dem Markt, mittlerweile aber nur noch sehr selten zu finden. Der Grund liegt darin, dass Schlauchsysteme in der Vergangenheit einige Probleme mit sich brachten.

Die Wasserverdrängung konnte nicht optimal erfolgen, da das Wasser im Schlauchsystem lediglich in eine Richtung entweichen kann. Eine andere Problematik besteht darin, dass Schlauchsysteme aufgrund dieser schlechten Wasserverdrängung wirklich sehr individuell auf die Bedürfnisse des Schläfers angepasst werden müssen. Die Füllmenge muss mit jeder Gewichtszu- oder -abnahme neu reguliert werden, um einen angenehmen Schlaf zu gewährleisten. Ein vollvolumiger Wasserkern dagegen enthält das Wasser in nur einem großen Kern, es kann optimal verdrängt werden und eine ständige Neuregulierung der Füllmenge ist ebenfalls nicht notwendig.

Die Füllmengen und Füllhöhen

Weiteres Entscheidungskriterium für den Wasserkern sind Füllmenge und Füllhöhe. Moderne Wassermatratzen werden mit einer Füllhöhe um die 20 Zentimeter angeboten. Im Handel finden sich seltener auch Füllhöhen zwischen 15 und 17 Zentimetern, von denen aber Abstand genommen werden sollte.

Diese Wasserkerne sind zwar in der Anschaffung recht günstig, können aber das Prinzip des Auftriebs in Wasserbetten nicht richtig umsetzen, wodurch der Schlafkomfort beeinträchtigt werden kann. Hier sollte auf keinen Fall gespart werden, denn nur mit einer Füllhöhe von 20 Zentimetern kann der Auftrieb richtig erfolgen und so für ein besonders angenehmes Schlafgefühl im Wasserbett sorgen.