Immer wieder hört man die Mär davon, dass Lattenroste immer zeitgleich mit den Matratzen ausgetauscht werden sollen. Da heißt es, dass die gewünschten Matratzen nicht kompatibel mit den vorhandenen Lattenrosten sind, da sollen die Lattenroste aufgrund des Alters bereits so viel Spannkraft verloren haben, dass sie keine optimale Unterstützung mehr bieten usw. Doch meist ist das nur eine Strategie, um zusätzlich zu den Matratzen auch noch Lattenroste verkaufen zu können.
Hier sollten Verbraucher unbedingt Obacht geben, denn Lattenroste altern deutlich langsamer, als Matratzen dies tun. Und mit ein paar einfachen Handgriffen kann man deren Lebensdauer sogar noch verlängern. Wie das geht und woran man erkennt, dass ein Lattenrost tatsächlich einmal ausgetauscht werden sollte, wollen wir an dieser Stelle kurz erläutern.
Lattenroste und ihre HaltbarkeitTests haben ergeben, dass Lattenroste eine sehr hohe Haltbarkeit aufweisen. Dabei wurden Matratzen auf die Lattenroste gelegt und mit insgesamt 60.000 Walzgängen auf Herz und Nieren geprüft. Diese Walzgänge sollen eine herkömmliche Matratzennutzung über acht bis zehn Jahre nachstellen. Die Lattenroste wiesen aber trotz der starken Beanspruchung kaum Ermüdungserscheinungen auf. Ein Altern nach dieser Zeit ist also nicht zu befürchten.
Es kann jedoch durchaus dazu kommen, dass die Spannkraft im Laufe der Jahre nachlässt. Das gilt insbesondere für die stark beanspruchten Bereiche der Lattenroste, etwa den Beckenbereich. Hier kann man aber mit einem einfachen Trick Abhilfe schaffen: Die Leisten aus dem Beckenbereich werden entfernt. Gleiches erfolgt bei den Leisten im Fußbereich, die kaum beansprucht wurden. Anschließend findet ein Austausch der Leisten im Lattenrost statt. Oftmals ist dann die nötige Spannkraft wieder gegeben und die Lattenroste können noch einige Jahre verwendet werden.
Lattenroste sind für viele Matratzen geeignetEbenfalls findet man selbst im Fachhandel oft die Aussage, dass Lattenroste bestimmter Art nur für einige wenige Matratzen geeignet sind. Das ist so aber auch nicht ganz richtig. Korrekt ist, dass verstellbare Lattenroste sich beispielsweise besonders gut mit Latex- und Schaumstoffmatratzen vertragen. Der Grund dafür liegt in der höheren Anschmiegsamkeit dieser Matratzen. Es gibt aber keinen vernünftigen Grund, warum die Lattenroste nicht auch mit Federkern- oder Taschenfederkernmatratzen verwendet werden sollten.
Wichtig ist lediglich, dass auf die Abstände der Leisten geachtet wird. Sie sollten nicht größer als fünf Zentimeter sein. Dann sorgen sie für eine optimale Belüftung der Matratzen von unten und die Matratzen selbst können sich nicht durchdrücken, wie es bei noch größeren Abständen der Fall wäre.
Vielfach soll auch auf Lattenroste verzichtet werden. Die Matratzen werden dann einfach auf den Boden gelegt. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die erste eigene Wohnung bezogen wird und noch nicht ausreichend Geld für ein richtiges Bett gespart wurde. Allerdings muss man hier Vorsicht walten lassen. Denn einerseits sorgen die Lattenroste für die richtige Unterstützung des Körpers während des Schlafs, andererseits sind sie auch wichtig, damit die Matratzen von unten her bestens belüftet werden. Fehlen die Lattenroste nun, kann es zu einer verstärkten Feuchtigkeitsaufnahme der Matratzen kommen. Sie müssen dann öfter aufgestellt und gelüftet werden, damit sich kein Schimmel in ihnen bildet.