Wasserbetten sind heute zu den beliebtesten Betten zu zählen. Doch bei deren Auswahl müssen auch einige Vorüberlegungen angestellt werden. So ist es beispielsweise nötig, dass man sich für ein Softside oder Hardside Wasserbett entscheidet. Zudem können die Wasserkerne getrennt voneinander eingebracht werden oder aber in einem Stück. Auch die Beruhigung des Wasserbetts ist ein wichtiges Entscheidungskriterium.
Die Wahl der BeruhigungsstufenAllerdings ist es nicht ganz einfach, die passende Beruhigungsstufe für sich selbst herauszufinden. Denn es gibt keine einheitlichen Kriterien, nach denen die Beruhigungsstufen festgelegt werden. Die Angaben erfolgen, je nach Hersteller, meist in Prozent oder aber anhand der Anzahl der Vlieseinlagen. Hier kann bei der prozentualen Angabe der Beruhigung allerdings durchaus ein großer Unterschied bestehen. Eine zu Null Prozent beruhigte Matratze schwingt natürlich sehr stark nach. Eine 100 Prozent beruhigte Matratze fast gar nicht. Was aber ist unter einer 40-prozentigen Beruhigung zu verstehen? Dies kann bei einem Hersteller eine Beruhigung um die Hälfte, beim anderen um ein Drittel sein.
Ebenfalls reicht die Angabe der Vlieseinlagen nicht aus, um sich ein Bild über die Beruhigung zu machen. Je nach Hersteller werden dabei unterschiedlich starke, große und aus verschiedenen Materialien bestehende Vlieseinlagen verwendet. Sie führen dazu, dass die Angabe der Anzahl der Vlieseinlagen keine ausreichenden Rückschlüsse auf den Grad der Beruhigung zulässt.
Einziges wirkliches Vergleichskriterium kann hier die Nachschwingzeit sein. Sie wird in Sekunden angegeben und fast von allen Herstellern offiziell mit aufgezeigt. Die Nachschwingzeit besagt, dass das Bett bis zur Beruhigung nach dem Hineinlegen eine gewisse Zeit benötigt. Diese liegt bei unberuhigten Wasserbetten bei etwa 20 bis 30 Sekunden, bei voll beruhigten Wasserbetten bei weniger als einer Sekunde.
Warum die volle Beruhigung nicht immer die richtige Wahl istAuf den ersten Blick könnte man meinen, dass insbesondere Personen, die bisher noch nie in einem Wasserbett geschlafen haben, eine volle Beruhigung selbigens nutzen sollten. Doch diese Aussage kann pauschal nicht bestätigt werden. Zunächst einmal haben viele Neubesitzer eines Wasserbetts sich bereits nach kürzester Zeit an das Nachschwingen gewöhnt, so dass dieses nicht mehr als störend empfunden wird. Andererseits ist es auch so, dass man sich im Wasserbett deutlich weniger bewegt, als in herkömmlichen Betten. Von daher ist eine absolute Beruhigung gar nicht unbedingt nötig.
Zudem genießen einige Nutzer von Wasserbetten die unberuhigte Wassermatratze schon deshalb, weil damit die Wirkungen des Elements Wasser voll ausgekostet werden. Es gibt also keine pauschale Empfehlung für eine bestimmte Beruhigungsstufe im Wasserbett.
Auch das Körpergewicht entscheidet über die BeruhigungsstufenEbenfalls sollte bei der Wahl der Beruhigungsstufen das eigene Körpergewicht berücksichtigt werden. So verdrängen Personen mit höherem Körpergewicht das Wasser deutlich stärker. Deshalb sollten sie eine höhere Beruhigungsstufe wählen, um keine unnötig langen Nachschwingzeiten zu erleben. Sehr zierliche und leichte Personen verdrängen das Wasser kaum, sie können sich demzufolge auch für eine geringere Beruhigung entscheiden.