Futonbetten sind heute zu den begehrtesten, weil besonders jugendlichen Betten zu zählen. Ihren Ursprung haben sie in Japan, wo das Wort Futon für „Decke“ steht. Das geht aus der ursprünglichen Form des Futonbetts hervor, die es so allerdings in Deutschland und anderen westlichen Ländern nie gab.

In Japan sind die Wohnungen meist sehr klein. Dadurch musste man sich Lösungen ausdenken, mit deren Hilfe aus einer winzigen Wohnung dennoch Wohn- und Schlafgemach gestaltet werden konnten. Die Böden wurden klassischerweise mit Matten ausgelegt. Diese wurden mehrfach übereinander gelegt und sind unter dem Namen Tatami bekannt. Dadurch ist der Boden sehr weich. Das Futonbett im eigentlichen Sinne bestand lediglich aus einer zusammengefalteten Decke. Sie wurde direkt auf den Boden gelegt und darauf geschlafen.

Am nächsten Morgen wurden die Decken gut gelüftet und anschließend wieder im Schrank verstaut, so dass sie nicht unnötig Platz in den ohnehin beengten Behausungen in Anspruch nahmen. Das heutige Futonbett hat mit diesen ursprünglichen Decken freilich nichts mehr zu tun, es zeichnet sich lediglich durch seine geringe Höhe aus.

Die ersten westlichen Futonbetten

Anders als in Japan, wo die oben beschriebene Variante schon seit Jahrtausenden bekannt ist, sind Futonbetten hierzulande erst in den 1980er Jahren auf den Markt gekommen. Damals handelte es sich um sehr einfache Modelle. Sie bestanden lediglich aus einem Holzrahmen, der sich zusammen klappen ließ und einem Lattenrost ähnelte. Darauf wurde eine einfache Matte, also nicht einmal eine richtige Matratze, gelegt. Tagsüber wurde das Futonbett zusammen geklappt und diente als Sitzmöbel, nachts konnte es ausgeklappt als Schlafstatt genutzt werden. Damit ist das ursprüngliche westliche Futonbett den heute bekannten Schlafsofas sehr ähnlich gewesen.

Moderne Futonbetten

Mittlerweile hat sich das Bild der Futonbetten freilich deutlich gewandelt. So werden sie zwar immer noch in einer sehr schlichten Form angefertigt, lassen dabei aber auch die Ästhetik nicht aus den Augen. So werden Futonbetten heute in zahllosen Variationen angefertigt, die kaum Wünsche offen lassen.

Als Materialien für den Bettrahmen kommen sowohl Holz, als auch Metall in Frage, sowie viele andere Materialien. Die Kopfteile können aus Leder, aus geschwungenen Metallstangen oder Holz gefertigt sein, ein Verzicht auf das Kopfteil ist aber ebenfalls möglich.

Durch die schlichte Eleganz, die das Futonbett ausstrahlt, passt es sich optimal in jeden Einrichtungsstil ein. Zudem können kleine Raffinessen eingearbeitet werden, die durch das insgesamt eher schlichte Erscheinungsbild besonders gut zur Geltung kommen. Auch bezüglich der Farben gibt es keine offenen Wünsche. Vielmehr lassen sich Futonbetten in allen modernen, aber auch schlichten oder dezenten Farben erwerben. Lediglich die Höhe der Betten ist festgelegt, wobei es leichte Variationen, je nach Art der Füße, geben kann. Sie sind grundsätzlich sehr niedrig, weshalb sie vor allem als jugendliches Bett gelten. Bei der Wahl der geeigneten Matratzen ist man ebenso frei, wie bei der Größe, die das neue Futonbett aufweisen soll.