Das Fundament für eine Garage

Bevor das Fundament für eine Garage betoniert werden kann, müssen durch den Architekten die Außenmaße der Garage abgesteckt werden, damit der Aushub mit einem geeigneten Bagger und einem versierten Fahrer gemacht werden kann. In der Regel ist ein Aushub von sechzig bis achtzig Zentimeter Tiefe erforderlich. Nach dem Aushub wird den Ausmaßen der Bodenplatte entsprechend, eine Abschalung erstellt. Je nach Stärke des Fundamentes, wird die eingeschalte Fläche mit Frostschutz aufgefüllt  und anschließend verdichtet. Dafür benutzt man eine dementsprechend starke Rüttelplatte. Für diese Arbeiten muss man nicht immer eine Firma beauftragen, denn einen Bagger kann man sich bereits auch als Privatperson von entsprechenden Leihfirmen mieten. Je nach Größe der Garage, kann dies Tageweise oder Stundenweise gemietet werden. Nach kurzer Einweisung, kann man auch den Aushub selbst ausbaggern.

Der Frostschutz für das Fundament wird meistens von einem Baustoffhändler, direkt zur Baustelle geliefert. Je nach Zufahrtsmöglichkeit, kann der Fahrer den Frostschutz direkt in die Grube schütten. Sollte dies nicht möglich sein, wird er in der Nähe abgeladen und muss mit einer Schubkarre in das ausgebaggerte Bauloch geschüttet werden. Genauso wie den Bagger kann man sich eine Rüttelplatte ausleihen, mit der man den Frostschutz verdichtet. Als nächstes sollte man sich ausrechnen, wie viel fertigen Beton man für das Fundament seiner Garage braucht.

Beim Baustoffhändler kann man diesen fix und fertig bestellen. Mit dem Betonmischer kommt der fertige Beton angefahren. Als Bewährung, damit die komplette Bodenplatte stabiler wird, kann man die Grundfläche mit Q-Matten auslegen. Nun muss nur noch der Betonmischer mit Hilfe einer Rutsche den Beton in die Grube rutschen lassen. Hierbei muss man mit Betonschiebern den Beton, während er eingefüllt wird, gleich verteilen, so dass überall gleich viel ist. Mit Hilfe einer Schwabbelstange wird der Beton verdichtet, damit keine großen Lufteinschlüsse zurück bleiben. Um etwaige Unebenheiten auszugleichen, wird der bereits leicht abgebundene Beton mit einer Richtlatte in die Waage gerichtet.

Dies ist zwar eine etwas schweißtreibende Arbeit, lässt man sich aber dieses einmal ausrechnen, was man sich dadurch gespart hat, ist es dies allemal wert. Nun muss das Fundament mehrere Tage aushärten, bevor es mit den Maurerarbeiten weiter gehen kann. Bereits jetzt sieht man schon, wie groß die Garage einmal werden wird und kann sich schon mal vorstellen, wie das Auto dort abgestellt wird. Falls es an den Tagen, an denen das Fundament trocknen muss, sehr heiß sein sollte, ist es ratsam, die ganze Fläche mit Wasser zu wässern. So kann vermieden werden, dass Risse entstehen und dadurch in der Statik, Probleme zu einem späteren Zeitpunkt entstehen können.

Ist das Fundament ausgetrocknet, kann mit dem Aufbau der Wände begonnen werden. Fenster sind nicht nur wegen der Helligkeit ratsam, sie dienen auch zum regelmäßigen Lüften, so dass die Feuchtigkeit abziehen kann. Je nach Innenausbau kann eine Garage gefliest werden, so ist sie etwas leichter zu reinigen, vor allem dann, wenn nach dem Winter das ganze Salz angetrocknet ist. Wer es komfortabler möchte, kann sich gleich ein elektrisches Tor einbauen lassen, so muss man nicht erst aus dem Auto aussteigen und aufschließen, bevor man das Auto hineinfahren kann.